Erhöhung der Pfändungsfreigrenzen zum 01.07.2017

Die Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen des Arbeitskreises Verbraucherinsolvenz-Saarland weisen darauf hin, dass zum 01.07.2017 die Pfändungsfreigrenzen angehoben werden.

Eine Dynamisierung erfolgt jeweils zum 01.07. jeden zweiten, ungeraden Jahres. Maßgeblich hierfür ist die Entwicklung des steuerlichen Grundfreibetrages für das sächliche Existenzminimum (§ 32a Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 des Einkommenssteuergesetz). Somit steigt in diesem Zusammenhang der monatliche Grundfreibetrag der Pfändungstabelle von derzeit 1.073,88 Euro auf 1.133,80 Euro.

Sind Unterhaltspflichten zu erfüllen, so kommen monatlich für die erste Person 426,71 Euro für die zweite bis fünfte Person monatlich 237,73 Euro hinzu. Voraussetzung ist, dass auch Unterhalt gewährt wird.

Die neue Pfändungstabelle finden Sie hier.

In diesem Zusammenhang ist davon auszugehen, dass die Kreditinstitute nicht nur den P-Konto-Grundfreibetrag, sondern auch den erhöhten Sockelbetrag nach § 850 k Abs. 5 ZPO automatisch anpassen, so dass voraussichtlich betroffene Bankkunden zur Jahresmitte keine neuen Bescheinigungen benötigen.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Fachberater der Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen des Arbeitskreises.

Für die Beratungsstellen

Roland Müller